Forscher können nicht erklären, wie das kollektive Gedächtnis funktioniert, obwohl viele Psychologen und Philosophen Theorien vorgelegt haben. Eine interessante Facette, die sich mit der Erinnerung der Massen beschäftigt, ist der Mandela-Effekt, ein Phänomen, bei dem eine große Anzahl von Menschen eine „Erinnerung“ teilt, die nicht stimmt. Es klingt wie aus einem Science-Fiction-Roman, aber die Wahrheit ist viel bizarrer. In der Psychiatrie ist dies Konfabulation, eine falsche Erinnerung, die von einer bedeutenden Bevölkerung übernommen wird. Wie bei jedem seltsamen Ereignis gibt es andere Erklärungen für den Mandela-Effekt, einschließlich der Paralleluniversumstheorie.
Ursprung des Mandela-Effekts
Der Mandela-Effekt wurde nach dem südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela benannt. Es scheint, dass viele Menschen glaubten, Nelson Mandela sei in den 1980er Jahren im Gefängnis gestorben. Die Erinnerung war so realistisch, dass sich viele Leute an Nachrichtenausschnitte erinnerten, die über den Tod und andere intime Details berichteten. Die Bloggerin Fiona Broome nutzte dieses Beispiel, um 2010 den Begriff Mandela-Effekt zu prägen.
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Die Theorie des falschen Gedächtnisses
Viele Psychologen glauben, dass der Mandela-Effekt auftritt, wenn ein kollektiver Fehler im Gedächtnis weit verbreitet und schließlich als wahr akzeptiert wird. Mit der Verbreitung des Internets ist es viel einfacher geworden, falsche Informationen zu teilen und sie als wahr in die Speicherbanken vieler Menschen einzufügen; es wächst an Akzeptanz, bis genügend Leute der falschen Version glauben, dass es schwierig wird, zwischen der wahren Wahrheit und der Fiktion zu unterscheiden.
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Die Parallelwelttheorie
Eine andere Theorie, die viel Aufmerksamkeit erregt hat, ist die Idee, dass in der Vergangenheit die alternative Erinnerung wahr war, aber die Gesellschaft ist seitdem auf eine andere Realität umgestiegen, die parallel zum Original verläuft und eine andere Version der Erinnerung enthält. Science-Fiction-Fans mögen diese Erklärung der Parallelwelttheorie, die sehr nach einer Handlung aus Zurück in die Zukunft klingt.
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Das Berenstain/Berenstein-Rätsel
Das Märchenbuch von Berenstain/Berenstain Bears ist wohl das bekannteste Beispiel für den Mandela-Effekt in Aktion. Viele Erwachsene, die mit den Comicbären im Fernsehen aufgewachsen sind und ihre Bücher gelesen haben, erinnern sich deutlich daran, dass sie die BerenSTEIN-Bären waren. Das Auffinden einer Kopie des Buches zeigt jedoch deutlich, dass der Name der Bären BerenSTAIN ist.
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Monopolfiguren des Bankiers
Monopoly ist seit mehr als zwanzig Jahren eine Ikone des amerikanischen Familienlebens. In dieser Zeit haben sich die Erinnerungen an den Bankier verändert; Insbesondere glauben viele Leute, dass die Originalvorlage den Bankier mit einem Monokel zeigt. Wenn man sich jedoch die Beweise ansieht, wird deutlich, dass die Figur nie eine Brille hatte.
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Markennamen und Rechtschreibfehler?
Manchmal kann der Mandela-Effekt die Sichtweise der Gesellschaft auf eine Marke verändern. Das beliebte Bonbon Kit Kat wird oft mit einem Bindestrich zwischen den Worten fälschlicherweise dargestellt: Kit-Kat. Ein Rückblick auf die Deckblätter im Laufe der Jahre wird zeigen, dass es nie ein Symbol zwischen dem Zweiwort-Markennamen gab. Ist es Oscar Mayer oder Oscar Meyer? Für viele ist die Antwort offensichtlich, aber für andere ist es nicht so klar.
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Fehler bei der Quellenüberwachung
Wenn Menschen nicht zwischen realen und eingebildeten Ereignissen unterscheiden können, nennen Psychologen dies einen Fehler bei der Quellenüberwachung. Zum Beispiel können sich Ereignisse, die sich in der Kindheit ereigneten, im Laufe der Zeit in der Erinnerung ändern, um der Vergangenheit und den individuellen Wünschen, die sie erlebt haben, zu entsprechen. Schließlich wird aus dieser Erinnerung „Wahrheit“. Diese falsche Erinnerung ist häufiger als viele denken und führt oft zu Meinungsverschiedenheiten in der Familie.
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Die Rolle des Internets bei Mandela-Effekten
Das Internet spielt eine wesentliche Rolle bei der Erzeugung von Mandela-Effekten, da Menschen oft dem vertrauen, was sie online lesen, und unvollständige oder schlichtweg falsche Informationen mit anderen teilen. Während dies so weitergeht, erreicht die gefälschte Geschichte immer mehr der Bevölkerung, und manchmal werden die Informationen im Laufe der Verbreitung immer verworrener. Irgendwann geht die Wahrheit verloren, ohne dass es jemand merkt.
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Der Mandela-Effekt und Verschwörungen
Viele der weltweit häufigsten Beispiele für den Mandela-Effekt, wie die Zeile 'Spiegel, Spiegel, an der Wand' von Schneewittchen (die böse Königin sagt tatsächlich 'Zauberspiegel') führen zu Verschwörungstheorien, die versuchen, die 'Mächte' zu beweisen that be' verzerren absichtlich Informationen, um die Gesellschaft über die Wahrheit im Dunkeln zu lassen. Diese Art von Matrix-Korrelation ist zwar faszinierend, kann aber auch ein gefährlicher Weg sein, um anzufangen.
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Also, was ist der Mandela-Effekt wirklich?
Ist der Mandela-Effekt ein Beispiel für gesellschaftliche Missverständnisse, Verschwörungen, die von den einflussreichsten Menschen der Welt herabgesickert sind, oder ein klarer Beweis für alternative Realitäten? Könnte die Erklärung darin liegen, dass einfache Leute leichtgläubig falsche Informationen akzeptieren? Diese Unsicherheit darüber, was der Mandela-Effekt ist, könnte genau das sein, was den Mandela-Effekt so interessant macht.
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